Was ist Visy?
VISY ist ein virtueller Auftragskomponist,  der Musikstcke  kom-
poniert und in Echtzeit ber die Midischnittstelle an  midifhige 
Musikinstrumente ausgibt.
VISY bentigt keine musikalischen Vorlagen,  keine Eingaben  ber 
Keyboard und besonders: Keine musikalischen Kenntnisse!
VISY verlangt lediglich Informationen ber Charakter und Struktur 
der gewnschten Musik durch Eingabe einiger einfach einstellbarer 
Parameter.
Da  sich Ereignisse wie Pausen und nderungen  des  musikalischen 
Charakters exakt zeitlich programmieren lassen,  eignet sich VISY 
besonders zur musikalischen Gestaltung im Multimedia- und  Video-
bereich  (GEMA-freie Musik).  Die Zeit- und Kostenersparnis  kann 
dabei  im  Vergleich  mit herkmmlichen  Methoden  den  Kaufpreis 
bereits nach einer Aufgabe mehrfach einsparen!

Ohne  musikalische Vorkenntnisse,  durch 'Spielen',  lassen  sich 
innerhalb  krzester  Zeit komplexe  athmosphrische  Musikstcke 
herstellen.
VISY wiederholt sich nicht, bei jedem Abspielen liefert VISY eine 
neue  Version  der Komposition innerhalb der durch die  Parameter 
festgelegten globalen Struktur.

VISY  knnte man in einem Vergleich mit herkmmlichen  Sequenzer- 
oder  Kompositionsprogrammen  am ehesten als  "musikalisches  Ray 
Tracing Malprogram" bezeichnen.
Herkmmliche Mal- und Kompositionsprogramme sind in ihrem  Ergeb-
nis  in  der Hauptsache von den  graphischen/musikalischen 
Vorkenntnissen des Benutzer abhngig. Ein Knstler kann mit einem 
Computergrafikprogramm  Wunder  vollbringen,   ein  Amateur  ohne 
Vorbildung   oder   knstlerisches   Geschick   wird    dieselben 
Strichmnnchen schaffen, die er auch als Papierskizze hinbekommen 
wrde.
Ein  herkmmliches  Grafikprogramm schafft nicht  mehr,  als  man 
letztendlich auch mit Papier und Bleistift erzielen  knnte,  nur 
komfortabler.  Die  Gestaltung von  Lichtreflexen,  Schatten  und 
Perspektive  mu vom Benutzer realisiert  werden.
Dasselbe  gilt  fr  Sequenzer-  oder  Komositionsprogramme.  Der 
Benutzer mu profunde Vorkenntnisse ber Harmonien,  Melodik  und 
Rhythmik haben,  um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen,  oder 
eben  das  "bestimmte Gefhl".  Dennoch werden  seine  Ergebnisse 
letztendlich von dem Rahmen seiner Vorstellungskraft anhngen.

In  Ray  Tracing-Programmen wird die  Detailarbeit  vom  Programm 
ausgefhrt.  Der  Benutzer beschreibt dem Programm lediglich  die 
darzustellende Situation: Die Umrisse und Reflexionseigenschaften 
der Objekte,  Texturen,  Anordnung der Lichtquellen - und  wartet 
dann,  was fr phantastische Szenerien der Computer daraus erzeu-
gen kann.
Genauso arbeitet VISY:  Der Benutzer beschreibt seine Vorstellung 
eines  Musikstckes  durch  Wahl  einiger  Parameter,   und  VISY 
"komponiert" daraus das Musikstck,  allerdings bei jedem  Durch-
lauf neu.  Die Parameter knnen whrend des  Kompositionsvorgangs 
gendert  werden,  die Auswirkungen auf das Ergebnis sind  sofort 
hrbar. 
Durch die Speichermglichkeit als Midifile lt sich das Ergebnis 
dann nach Belieben weiterverarbeiten.

2. Hardwarevoraussetzung
VISY luft auf allen uns bekannten Atari-68xxx-Computern ab einem 
Megabyte  und  einer Mindestauflsung von 640 x  400  Pixeln.  Es 
luft  auch  auf allen Atari-Emulatoren,  die  ber  eine  Atari-
konforme MIDI-Ausgabe verfgen.
Das Programm wurde,  trotz seines exotischen  3D-Aussehens,  voll 
GEM-Konform programmiert,  so da VISY mit allen Monitorauflsung 
ab 640x400 und allen Farbkombination (wir empfehlen 16 Farbmodus) 
problemlos luft.
Neben dem Rechner ist zur Tonerzeugung ein multitimbraler  Expan-
der oder ein entsprechendes Keyboard erforderlich.

2.1.Anschlu
Es  mu lediglich Atari Midi Out mit Midi In des  Expanders  oder 
Synthesizers  verbunden werden,  die Kanalwahl erfolgt  ber  das 
Programm.
Whrend  jeder Wiedergabe erzeugt VISY einen MIDI-File im  Format 
1,   da  jederzeit  abgespeichert  werden  kann.  Auch  einzelne 
Patterns lassen sich als MIDI-File sichern.

3. Das Programm
Nach  Installation von VISY knnen Sie das Programm  durch  einen 
Doppelklick  auf "VISYnnnn.PRG  starten.  Nach dem  Programmstart 
sehen Sie die Menleiste, die Infobox und den Desktop.

VISY besteht aus mehreren Funktionsmodulen,  die alle in  eigenen 
Fenstern  liegen.  Globale Funktionen werden ber die  Menleiste 
eingestellt.

Schieberegler
Ein  wichtiges  Element  bei VISY  sind  die  Schieberegler.  Sie 
funktionieren  ein wenig anders als gewohnt.  Da der  Einstellbe-
reich  der  Parameter  im  Normalfall weit  grer  ist  als  die 
Pixelgre  des Reglers,  verfgt das Programm ber  zwei  unter-
schiedliche Einstellmglichkeiten.
Natrlich  knnen  Sie  den  Schieberegler  einfach  nehmen   und 
irgendwo absetzen. Die Zahl innerhalb des Reglers zeigt Ihnen den 
eingestellten Wert.
Zur Feinpositionierung knnen Sie einfach unterhalb und  oberhalb 
des  Schiebers  in die Bahn des  Reglers  klicken,  der  Schieber 
bewegt sich dann immer exakt einen Einstellwert weiter.

Die einzelnen Module sind:
1.  Patterncomposer.  Hier  werden die Parameter fr ein  Pattern 
eingestellt  und  die Liste aller verfgbaren  Patterns  fr  ein 
Musikstck bearbeitet.
2.   Stckeditor.  Hier  wird  aus  den  einzelnen  Patterns  die 
Gesamtkomposition  erzeugt.  Dazu knnen Patterns aus  der  Liste 
verwendet oder Pausen eingefgt werden.
3. Instrumentensetup. In diesem Fenster kann die Instrumentierung 
der einzelnen Patterns eingestellt werden.  Dabei knnen  General 
MIDI  und MT-32-kompatible Setups oder frei einstellbare  Instru-
mentierungen eingesetzt werden.

Die Module knnen durch Druck auf eine Funktionstaste oder  durch 
Auswahl  im Men "Module" aufgerufen werden.  Die Controller- und 
Instrumenteneinstellung  ist  zustzlich  noch  direkt  aus   dem 
Patterneditor whlbar.

4. Der Patterneditor
Der Editor gliedert sich in insgesamt drei Teile:  Links oben ist 
das eigentliche "Compose"-Modul,  in dem die eigentlichen  Kompo-
sitionsparameter eingestellt werden.
Darunter befindet sich die Patternverwaltung.
Rechts finden Sie die "Harmonizer"-Einstellung,  mit der Melodie- 
und Harmoniestimmen "nachbearbeitet" werden knnen.

Die  Komposition untergleidert sich dazu noch  in  Melodiebildung 
und tonale Ebene.

4.1. Melodiebildung

Name
Jedem Pattern kann ein individueller Name gegeben  werden.  Durch 
einen  Klick auf das Display erscheint ein  Cursor.  Durch  "ESC" 
knnen  Sie  den aktuellen Namen lschen,  "Return"  beendet  die 
Eingabe.  Der Name dient nur Ihrer Information,  dem Programm ist 
es  gleichgltig,  ob  Sie Doppelnamen  vergeben  oder  berhaupt 
keine.

Lnge
Zeitliche Dauer des aktuellen Patterns in Sekunden.  Die  Eingabe 
erfolgt wie beim Namen.

Tempo m/m
Ganz  links  sehen  Sie den  groen  Regler  zur  Tempowahl.  Die 
Geschwindigkeit einer Tonfolge in der Musik ist von zwei Faktoren 
abhngig:
1) vom Grundtempo oder Metrum 
2) von der Unterteilung des Metrums in Notenwerte.
Das  Metrum in der Musik wird durch eine sogenannte  Metronomzahl 
angegeben,  die  sich  in  der Regel  auf  1/4-Noten  pro  Minute 
bezieht. Dies ist auch der Eingabewert, den VISY an dieser Stelle 
verlangt.
Auch ein langsames Metrum,  um Beispiel 60 (= 60 Viertelnoten pro 
Minute) ermglicht schnelle Tonfolgen,  wenn nur 32tel Noten  fr 
die Melodie verwendet werden.  Das Metrum sagt daher nichts  ber 
das  "Tempo" der Musik aus.  Da der krzeste Notenwert  von  VISY 
einer sechzehntel Note entspricht,  sollten Sie, um eine schnelle 
Melodieabfolge  in der Melodiestimme zu erzeugen,  fr m/m  ruhig 
grozgige Angaben whlen.
Whrend normalerweise ein Tempo 180 in der Musik ziemlich schnell 
ist,  knnen  fr  VISY Tempoangaben bis  240  m/m's,  die  jeden 
Musiker zur Verzweifelung bringen wrden, durchaus sinnvoll sein.
Auch extrem langsame Tempi sind natrlich mglich.

Bei  extrem  langsamen Tempi kann es zu  Ungenauigkeiten  in  der 
Lnge  eines Patterns kommen,  da die Zeitsteuerung an  denselben 
Systemevent  (Timerinterrupt) gekoppelt  ist.  Die  Ungenauigkeit 
liegt  maximal  in der Grenordnung der  lngsten  eingestellten 
Note.

Note UO
Der Doppelschieber "Note UO" legt den lngsten und den  krzesten 
im aktuellen Pattern verwendeten Notenwert fest. Als Einheit gilt 
die  Sechzehntelnote als krzester  Notenwert.   Oberer  Schieber 
(rechts)  auf 4 bedeutet also,  die hchste verwendete  Note  der 
Melodiestimme betrgt 4 16tel Noten.  Der untere Schieber (links) 
auf 1 bedeutet also krzester Noten 1 16tel Note.  Die Notenlnge 
wird  aus  dem  Bereich zwischen  oberem  und  unterem  Notenwert 
gewhlt.
Die Geschwindigkeit der Tonfolge in VISY wird durch den  Schieber 
"m/m" festgelegt.  Eine Eingabe "Note oben 4",  "Note unten =  1" 
bedeutet,  da alle 4 mglichen Notenwert zwischen 1/16 und  4/16 
(=1/4)  fr die Melodiebildung benutzt werden.  Durch  Note  wird 
also weniger die Geschwindigkeit der Tonfolge,  als vielmehr  die 
RHYTMISCHE KOMPLEXITT beschrieben.  Je grer das Intervall ist, 
desto komplexer,  also unregelmiger ist der rhythmische Verlauf 
der Melodiestimme.
Ein langsamer,  gleichmiger Melodieverlauf entsteht also  durch 
eines kleinen Intervalls von Note,  z.B.  unten 1 und oben 2, und 
entsprechend langsame Tempoangabe (m/m),  oder hohen Notenwerten, 
z.B. oben 16 und unten 14 bei hohem Tempo.
Schnelle Tempi und ein kleiner Wert von Note fhren zu schnellen, 
gleichmigen  Lufen,  schneller Tempowert (m/m) und hoher  Wert 
von  Note erzeugt Wechsel von langen Tnen mit  schnellen  Lufen 
usw.

Melodiestimme
Wenn Sie Sich ein Musikstck,  z.B.  ein Streichquartett anhren, 
werden Sie bemerken,  da die Musik in der Regel in eine  Melodie 
und Begleitstimmen untergliedert ist.  Dabei wechselt die Melodie 
zwischen den Instrumenten:  Die kann etwas im Diskant,  also  der 
hchsten Stimme (Geige),  liegen,  oder auch in eine Mittelstimme 
(z.B. Bratsche) oder die Bastimme (Cello) wechseln.
Diesem   Schema   entspricht  auch  VISY.   Mit   dem   Parameter 
Melodiestimme  legen Sie fest,  in welcher Stimmlage die  Melodie 
des aktuellen Pattern erklingen soll:
1) Diskant, Oberstimme
2) Mittelstimme
3) Unterstimme, Bass
Zustzlich bietet VISY Ihnen die Mglichkeit,  die  Melodiestimme 
zu doppeln:  Wollen Sie die Melodie einfach von einem 2.  Instru-
ment  in  Originallage mitspielen lassen,  geschieht  dies  durch 
Einstellung  eines  Wertes grer als 0  im  Melodie-Einstellfeld 
(Abst.).  Hier  knnen  Sie einen Abstand zur  Originalstimme  in 
Halbtonschritten,  max.  36 - also 3 Oktaven - whlen. Die zweite 
Reihe  MIDI-Kanle  im Harmonizer-Panel dient dann  exclusiv  zur 
Harmonisierung dieses gedoppelten Akkords.
Wenn Sie eine extrem hohe Melodiestimme erzeugen wollen (z.B. fr 
Piccolo-Flte),  knnen  Sie eine Zweitstimme mit  hohem  Abstand 
erzeugen und die erste Melodiestimme komplett wegschalten!  


4.2. Tonale Ebene

Die  vorangegangenen Parameter Tempo,  Melodie und  Note  bezogen 
sich in erster Linie auf Eigenschaften der Melodiebildung. Sicher 
haben  Sie Sich schon gefragt,  nach welchen Kriterien  VISY  die 
Tne fr diese Melodien auswhlt.  VISY folgt einem  Algorithmus, 
durch  den  es  sich auf immer neuen Wegen  durch  ein  komplexes 
Netzwerk tonaler Ebenen bewegt.  Die jeweilige tonale Ebene  lie-
fert einerseits das Tonmaterial zur Melodiebildung,  andererseits 
errechnet   VISY  auf  dieser  Grundlage  musikalisch   sinnvolle 
Begleitakkorde. Wie oft und in welchem "Rhythmus" VISY die tonale 
Ebenen wechselt,  ist ein entscheidends Kriterium fr den Gesamt-
eindruck der entstehenden Musik,  sowohl in melodischer als  auch 
in harmonischer Sicht.
Seltene  Wechsel bewirken eine  ruhige  Grundstimmung,  hufigere 
Wechsel bringen Dramatik.

Die folgenden Parameter bestimmen den Wechsel der tonalen Ebenen!

Mixer
VISY  kennt zwei verschiedene Kriterien bzw.  Arbeitsbereiche  um 
einen Wechsel der tonalen Ebenene vorzunehmen:  Symmetrisch  oder 
Asymmetrisch.  Der  Modus  Symmetrisch wird  durch  den  Schieber 
'Sym'  bestimmt und dort weiter beschrieben,  fr den  asymmetri-
schen  Modus  ist der entsprechende  Schieber  'Asym'  zustndig. 
Innerhalb eines Patterns lassen sich beide Modi mischen,  um  die 
Muskik lebendiger zu gestalten.
'Mix'  bestimmt das statistisch Mischungsverhltnis  beider  Modi 
innerhalb eines Patterns.  Natrlich realisiert sich dieses  Ver-
hltnis nur bei einer gengend langen Laufzeit des Patterns. Soll 
VISY  whrend des gesamten aktuellen Patterns  ausschlielich  im 
symmetrischen Modus arbeiten,  so bewegen Sie den Schieber in den 
Linksanschlag  auf 1,  wollen Sie nur die asymmetrische  Arbeits-
weise, so whlen Sie den Rechtsanschlag mit 99. Befindet sich der 
Schieber in der Mitte bei 50,  werden beide Modi im Mittel zu 50% 
gewhlt.

SYMmetrie 
'Sym' ist der Schieber, der fr die symmetrische Arbeitsweise von 
VISY bestimmend ist.  In herkmmlicher Musik werden Sie feststel-
len,  da  Wechsel von Akkorden oder Tonarten in der Regel  peri-
odisch auftreten,  z.B.  halbtaktig nach 2,4,8, Takten usw. Diese 
Kompositonsweise simuliert VISY,  wenn es im symmetrischen  Modus 
arbeitet.  'Sym' legt die Lnge einer Periode fest, nach der VISY 
die  tonale  Ebene wechseln kann.  Als Einheit  gilt  wieder  die 
kleinste  rhythmische  Einheit,   die,  wie  bei  Parameter  Note 
beschrieben, einer musikalischen 16tel Note entspricht.
'Sym'=4 bedeutet also, eine (symmetrische) Periode dauert 4 16tel 
Noten,  auf der 5. 16tel Note beginnt eine neue Periode bis zur 8 
16tel,  auf der 9 16tel beginnt eine neue Periode usw. Wrde VISY 
zu  jeder  neuen Periode die tonale Ebene  tatschlich  wechseln, 
wrde die Musik sehr bald mechanisch klingen.  Deshalb findet ein 
Wechsel nur dann statt, wenn mit der neuen Periode auch ein neuer 
Melodieton  einsetzt.  Die Melodiebildung ist nmlich  unabhngig 
von 'Sym',  und richtet sich der mit Note festgelegten  Komplexi-
tt.  Nur bei Note=1,  also wenn nur 16tel Noten fr die Melodie-
bildung verwendet werden,  tritt ein tonaler Wechsel  tatschlich 
an jedem Anfangspunkt einer neuen Periode ein.  Bei einer hheren 
rhytmischen  Komplexitt knnte dagegen ein Melodieton  ber  den 
Nullpunkt der Periode hinausreichen.  In diesem Fall bleibt  VISY 
auf  der  aktuellen  tonalen Ebene und zwar bis  zum  Beginn  der 
nchsten Periode.
Dieses  Verfahren  macht das  musikalische  Ergebnis  lebendiger. 
Entscheiden  fr  den Modus 'symmetrisch' ist,  da  ein  tonaler 
Wechsel  nur periodisch mglich ist,  wodurch  ein  gleichmiger 
Flu in Ihrer Musik entsteht. Einen Sonderfall stellt die Eingabe 
'sym'=1  (Minimum) dar.  Da die rhythmische Einheit der  Melodie-
bildung  identisch mit der Einheit der Periode ist,  trifft  hier 
jeder  neue  Melodieton  auf einen  Nullpunkt  der  symmetrischen 
Periode,  d.h.  mit jedem neuen Melodieton wird die tonale  Ebene 
gewechselt.   Das  musikalische  Ergebnis  hnelt  einem  Choral. 
'Sym'=1  ist ein Grenzfall zwischen symmetrischer und  asymmetri-
scher  Arbeitsweise  und ist im Ergebnis mit  dem  asymmetrischen 
Modus 'Asym'=1 identisch.

Asymmetrisch
Wie bereits erwhnt,  entspricht ein periodischer Wechsel, wie er 
durch  den symmetrischen Modus von VISY  reprsentiert  wird,  am 
meisten  unseren  Hrgewohnheiten.  Vielleicht  mchten  Sie  Ihr 
Musikstck aber trotzdem mit berraschenden Wechseln der  tonalen 
Ebenen  "wrzen".  In diesem Fall haben Sie fr den  Mix-Schieber 
einen Wert grer als 1 gewhlt und VISY damit aufgefordert, sich 
in einem bestimmten Prozentsatz,  proportional zur  Mix-Schieber-
stellung,  der  Flle fr die asymmetrische Arbeitsweise zu  ent-
scheiden.  So,  wie  'Sym' der fr die symmetrische  Arbeitsweise 
zustndige  Parameter ist,  so regelt 'Asym' die  Modalitten  im 
asymmetrischen  Modus.  Der asymmetrische Modus  arbeitet  gerade 
umgekehrt wie der symmetrische.  Whrend bei symmetrischen  Wech-
seln  eine von der Melodiestimme unabhngige Periode ber  Zuls-
sigkeit  tonaler Wechsel entschied,  wechselt VISY in  asymmetri-
scher Arbeitsweise die tonale Ebene nach einer bestimmten,  maxi-
mal festgelegten Anzahl von Melodietnen,  unabhngig davon, wel-
chen  Notenwert diese haben.  Eine angeschlagene Note  wird  also 
unterbrochen.  Mit  dem 'Asym'-Schieber legen Sie die  Obergrenze 
fr die Anzahl von Melodietnen fest,  nach denen VISY die tonale 
Ebene  wechselt.  hnlich  wie bei Parameter  "Note"  bringt  ein 
hherer Wert von "Asym" hhere Komplexitt in die Musik. Ein Wert 
'Asym'=8 bedeutet also:  Sptestens nach 8 Melodietnen, unabhn-
gig von deren Lnge wird gewechselt. Dies schliet nicht aus, da 
VISY bereits nach einem,  drei oder sieben Tnen  wechselt.  Eine 
Ausnahme stellt wiederum, wie bei 'Sym' die Eingabe 'Asym'=1 dar. 
In  diesem  FAll  hat VISY keine Wahl  und  wechselt  nach  jedem 
Melodieton.  Wie bereits erwhnt, ist diese Einstellung identisch 
mit der Eingabe 'Sym'=1  der symmetrischen Arbeitsweise. In allen 
anderen  Fllen entscheidet VISY selbststndig ber  die  Details 
bei der Ausfhrung Ihrer globalen Eingaben.  Auch ein  virtueller 
Komponist beansprucht seine knstlerische Freiheit,  mit dem Vor-
teil  fr den Benutzer,  da VISY bei jedem Abspielen  eine  neue 
Version der Auftragskomposition liefert

Entfernung beim Wechseln der tonalen Ebene
Die  beiden folgenden Parameter 'Stp' und 'Dis' legen  fest,  wie 
weit  die  nchste tonale Ebene von der aktuellen  entfernt  sein 
soll.  Hierbei gilt, da bergnge zu weit voneinander entfernten 
Tonalitten,  "harte Akkordfolgen",  liefern.  Ein kurzer Abstand 
liefert auch weiche flieende,  harmonische Entwicklungen, mithin 
"weiche Akkordfolgen".

Stp (Step)
'Stp',  Step,  ist dabei ein Ma fr die mglichen Schrittweiten, 
also  die Komplexitt der Harmoniefolgen.  Der eingestellte  Wert 
von Step wird dabei als Maximum betrachtet!
 
Dis (Distanz)
'Dis',  Distanz,  schrnkt diese ein,  falls z.B.  nur  entfernte 
Tonarten  aufeinander  folgen sollen.  Diese Wert wird  als  fest 
angesehen und nicht variiert.

4.3. MIDI-Kanalwahl

Mit  der Einstellung von 'Asym' haben Sie die eigentliche  Kompo-
sition  eines  Patterns  abgeschlossen.  Korrekturen  knnen  Sie 
natrlich  jederzeit  ausfhren.  Die musikalische  Struktur  des 
Patterns  ist jetzt festgelegt und VISY ist in  der  Lage,  diese 
strukturellen Vorstellungen in Musik umzusetzen.  Damit Sie diese 
Musik hren knnen,  bentigen Sie einen midifhigen Tonerzeuger, 
auf  dem  VISY  Ihnen Ihr Werk vorspielen  kann.  Dies  kann  ein 
Synthesizer oder Sampler sein. Die preisgnstigste Lsung ist ein 
sogenannter Expander,  also ein Midi-Musikinstrument ohne  Tasta-
tur,  die Sie zum Betrieb von VISY ohnehin nicht  bentigen.  Das 
Musikinstrument wird mit dem Rechner verbunden,  der Ausgang  des 
Instrumentes natrlich mit einem Verstrker.  Heutige Midiinstru-
mente knnen glcklicherweise mehrere Sounds gleichzeitig  erzeu-
gen, die Sie verschiedenen Midikanlen zuordnen knnen.
Der Original-VISY-Algorithmus arbeitet vierstimmig, und bevor die 
Darbietung  beginnt,  mssen Sie noch die Midikanalzuordnung  fr 
die einzelnen Stimmen vornehmen.

Die  Instrumentierung  ist  ein  wesentlicher  Bestandteil  Ihrer 
Komposition  und VISY lt Ihnen alle Mglichkeiten  offen,  Ihre 
Kreativitt  zu entfalten.  Mit der Zeit werden Sie  feststellen, 
da nicht jeder Sound fr jede musikalische Aufgabe geeignet ist:
Schnelle  Melodiebewegungen  lassen sich mit  perkussiven  Sounds 
besser darstellen, als etwa mit trge einschwingenden Streichern. 
Akkordwechsel  in  groen Zeitabstnden  lassen  Streicher  einen 
statischen  Akkordteppich legen,  sind die Akkordstimmen  hierbei 
perkussiv  instrumentiert,   erzeugt  die  gleiche   musikalische 
Struktur  in  diesem  Fall einzelne  "Akkordschlge"  mit  langen 
Pausen.
Sollten  Sie  mit  musikalischen  Ergebnissen  von  VISY   einmal 
unzufrieden  sein,  ist  es immer eine berlegung  wert,  ob  die 
Instrumentierung  passend gewhlt ist.  Was in der einen  Fassung 
uerst merkwrdig klingt, kann mit anderen Instrumenten durchaus 
reizvoll   sein.   Hier  bietet  sich  Ihnen   ein   unbegrenztes 
Experimentierfeld!

MIDIPARAMETER
VISY kann Daten auf den Midikanlen 1-16 senden.  VISY erzeugt  4 
Stimmen, denen Sie diese Midikanle zuordnen knnen, und zwar bis 
zu  2  Kanle  pro  Stimme,   der  Melodiestimme  kann  mit   dem 
eingebautem  Harmonizer  VIRTUOSO  ein  komplexer  Akkord  in  12 
verschiedenen Stilen zugeordnet werden.  Auf jedem Midikanal kann 
natrlich ein eigenes Instrument eingestellt werden.
Natrlich  knnen Sie einzelne Stimmen  auch  stummschalten,  was 
Ihre musikalischen Gestaltungsmglichkeiten wesentlich erweitert. 
Stummschalten  erfolgt durch den Eintrag '-' beim  entsprechenden 
Midiparameter.
Da die einzelnen Stimmen unterschiedliche musikalische  Bedeutung 
haben,  knnen  Sie  hier groen Einflu,  auch  auf  die  tonale 
Struktur  Ihrer  Komposition nehmen.  In Zusammenarbeit  mit  der 
Transposition  der Melodiestimme kann hier aus  einer  schlichten 
Hirtenmelodie  ein komplexes atonales Gebilde  werden.  Natrlich 
knnen  Sie  auch alle Stimmen dem gleichen  Midikanal  zuordnen, 
wenn  Sie etwa ein Streichquartett oder ein  reines  Klavierstck 
erzeugen wollen.

VISY  erzeugt eine Melodiestimme und  drei  Harmoniestimmen.  Die 
Melodiestimme  kann  durch den  eingebauten  VIRTUOSO-Harmonisie-
rungsalgorithmus zu einem breiten musikalischen Teppich  verwoben 
werden.  Die Erklrung fr dieses Einstellpanel finden Sie weiter 
unten.

Harmony

Hier  werden  die drei Stimmen des  Begleit-Akkords  eingestellt. 
Jede  Stimme  kann dabei auf  zwei  unterschiedliche  MIDI-Kanle 
verteilt  werden,  die natrlich  unterschiedlich  instrumentiert 
werden knnen.
  
Septime
Diese Stimme erzeugt entsprechend dem aktuellen Akkord  Septimen. 
Aus einfachen Dur- oder Mollklngen entstehen voller,  aber  auch 
schrfer klingende Septakkorde. Bei fehlender Akkordterz entsteht 
eine stndige Reibung mit dem Akkordgrundton (Bass).

Terz
Die Terz des Akkordes (bzw.  bei sogenannten "sus4"-Akkorden  die 
Quart) entscheidet ber das Tongeschlecht des Akkordes (Dur  oder 
Moll).  Zusammen mit dem Grundton,  aber ohne Septime ergibt sich 
ein besonders "schner" Klang.  Ohne Grundton,  aber mit  Septime 
ein  spannungsreicher Zweiklang ("Tritonus").  Ein Weglassen  der 
Terz  macht den Akkord  indifferenter,  offener.  Die  Einfrbung 
Dur/moll entsteht nur durch die Melodiestimme.

Grundton (Bass)
Der Grundton ist das "Fundament" des Akkordes. Fehlende Grundtne 
lassen  Akkorde  vieldeutig  erscheinen.  In der  Regel  ist  der 
Grundton auch tiefster Ton bei VISY und lt sich am Besten durch 
ein entsprechendes Instrument,  z.B.  Bass darstellen.  Eine Aus-
nahme  von  dieser Regel entsteht,  wenn Sie sich  bei  'Melodie' 
entschlossen  haben,  die  Melodiestimme  in  die  tiefste,  also 
"Basstimme" zu legen.  In diesem Falle wird der Grundton  automa-
tisch in eine hhere Oktavlage transponiert und die Melodiestimme 
wird zur tiefsten Stimme. 

4.4. Harmonizer
Zur  Harmonisierung  der Melodiestimme wird der  eingebaute  Vir-
tuoso-Algorithmus verwendet.  Virtuoso ist ein Echtzeit-MIDI-Pro-
zessor.  Es erzeugt aus einer einzigen angespielten Note komplexe 
Akkorde nach verschiedenen,  einstellbaren  Stilrichtungen, Typen 
und  Grundtnen.  Ein Akkord kann auf mehreren  MIDI-Kanlen  und 
Instrumenten,  sogar notenweise,  ausgegeben werden und dabei  zu 
einem  nie gehrten Klangerlebnis  werden.  Arrangements  klingen 
komplexer  und voller.  Das alles macht Virtuoso  ohne  merkliche 
Verzgerung whrend der Wiedergabe.

Stile
Virtuoso  harmonisiert  einstimmige  Melodien  entsprechend   den 
zugrunde gelegten Akkorden.  Hierfr stehen 12 verschiedene  Sti-
listiken  aus  Jazz,  Pop und E-Musik zur  Verfgung,  die  durch 
Mausklick auf die Pfeile rechts und links neben dem  Stil-Display 
eingestellt werden.
Angezeigt  wird ein Stilname und eine Zahl,  die die  Anzahl  der 
maximal  in dieser Stilistik erzeugten Stimmen  angibt.  Gibt  es 
mehrere  Versionen eines Stils mit gleicher  Stimmzahl,  so  wird 
zustzlich  eine  mit "." abgetrennte  Versionsnummer  angezeigt. 
"Chor 4.2" bedeutet also: Choral, 4-stimmig, Version 2.

Akkorde
Der  Akkordtyp  wird  von VISY selbssttig  ewrmittelt  und  beim 
Abspielen im nebenstehenden Display angezeigt.  Im Stil  "In-Out" 
kann  kein Akkord gewhlt werden,  daher erscheint hier  nur  "No 
Chord".
"In-Out"  ist ein freitonaler Stil,  der ohne Akkordvorgabe  z.B. 
fr moderne Jazzklnge oder "impressionistische  Streicherklnge" 
eingesetzt werden kann.

Melodie

Voice 2..5
Die  einzelnen von Virtuoso erzeugten Stimmen lassen sich  unter-
schiedlichen Midikanlen zuordnen,  falls eine gemischte  Instru-
mentierung beabsichtigt ist oder um den in ein  Notationsprogramm 
eingespielten Satz spter in Einzelstimmen aufzuteilen.
"Voice"  bezeichnet dabei die harmonisierte  Stimme.  Sie  werden 
durch  Klick auf die Dreiecke links und rechts des  Kanaldisplays 
verstellt.  Sie knnen auch direkt auf eines der  Anzeigekstchen 
klicken,  um dann direkt den Kanal einzugeben.  Beendet wird  mit 
"Return".
Je  nach  gewhltem  Stil wird  eine  unterschiedliche  Stimmzahl 
zustzlich zur Originalstimme erzeugt. Nicht belegte Stimmen sind 
durch "--" im entsprechenden Display gekennzeichnet,  sie  lassen 
sich  nicht einschalten.  Allerdings lt sich zur  nderung  des 
Klangeindrucks  jede einzelne erzeugte Stimme  abschalten,  indem 
Sie ber Kanal 16 heraufschalten.
"Original"  bezeichnet die ursprngliche erzeugte  Melodiestimme.
Einzelne  Stimmen  lassen  sich  ausschalten,   um  zum  Beispiel 
anstelle eines mehrstimmigen Satzes lediglich eine zweite  Stimme 
zu erzeugen.  ber die Pfeile rechts und links neben jeder Stimme 
kann ein anderer MIDI-Ausgangskanal eingestellt werden.

"und"
Die zweite Reihe hat eine besondere Bewandnis: Im Normalfall kann 
jede  Note  des  erzeugten Melodieakkords  auf  zwei  unabhngige 
Instrumente verteilt werden,  es stehen zwei MIDI-Kanle pro Note 
zur Verfgung.  Wurde allerdings die Melodie gedoppelt (Abst.  in 
Melodie-Einstellung grer Null), dient die zweite Kanalreihe zur 
Einstellung dieses gedoppelten Akkords.

"Alle" bertrgt die eingestellten Ein- und Ausgangsparameter auf 
alle Stile.
Das  Setup  wird  im Men unter "Speichern"  gesichert  und  beim 
Programmstart automatisch geladen.

"Aus"
Mit  den drei "Aus"-Schaltern kann jeweils  die  Begleitung,  die 
KOMPLETTE Melodie oder der Harmonizer ausgeschaltet werden  (dann 
spielt nur die Original-Melodiestimme).

Testen
Mit  diesem Knopf kann die Wiedergabe eines Pattern gestartet und 
beendet werden. Whrend  des Testabspielens knnen alle Parameter 
verndert werden,  ja sogar die Lautstrke im  "Programm"-Fenster 
oder die Instrumentation gewechselt werden!

Display
In  dem  Display  unter dem  "Testen"-Knopf  werden  whrend  der 
Wiedergabe,   wie  auch  im  Programm-Fenster,   einige   Angaben 
angezeigt.
M = Modus. Symmetrisch oder asymmetrisch.
N = abgespielte Noten im Noten/Viertelnoten-Raster
T = Abgelaufene  Zeit in Minuten:Sekunden

4.5.  Patternverwaltung
Sie  knnen  die eingestellten Werte des Patterns in  eine  Liste 
eintragen,  aus  der  sie  dann  ein  Musikstck  zusammenstellen 
knnen.
Sie knnen whlen,  ob Sie eine Patternkomposition mir  Standard-
einstellungen  beginnen wollen,  oder ob Sie ein  "seed"-(Samen)-
Pattern  verwenden  wollen.  Ist eine Patternliste  geladen  oder 
bereits eingegeben,  knnen Sie eines der Patterns der Liste, die 
ber die beiden Pfeile rechts scrollbar ist, auswhlen. Smtliche 
Einstellungen werden bernommen.
Haben  Sie ein neues Pattern "komponiert",  knnen Sie  dies  mit 
"Kopier" in die Liste bertragen Sie werden dazu gefragt,  ob sie 
das  Seedpattern  berschreiben  oder das Pattern  an  die  Liste 
anhngen wollen.  Ist kein "Seedpattern" gewhlt,  wird das  neue 
Pattern immer hinten angehngt.

Mit  "lschen"  knnen Sie ein Pattern aus der  Liste  entfernen, 
oder die gesamte Liste lschen.


5. Programmfenster
In  diesem Fenster,  Aufruf ber Funktionstaste F2 oder ber  das 
"Module"-Men, knnen Sie die vorhandenen oder geladenen Patterns 
zu einem Gesamtstck zusammenmontieren. Dabei werden die Patterns 
in die Ablaufliste eingetragen, die links erscheint. In ihr sehen 
Sie auch Informationen wie Zeitangaben.
Normalerweise werden die Patterns nahtlos  aneinandergesetzt,  Sie 
knnen hier aber auch Pausenintervalle einstellen.
Whrend   der   Wiedergabe   werden   in   dem   groen   Display 
"Prgliste-Info"  neben  dem Akkord die brigen Parameter  wie  im 
"Test"-Display des Patternfensters angezeigt.

Im  "Pattern"-Teil  wird  die  Liste  der  verfgbaren   Patterns 
angezeigt.  Die Liste kann mit den Scrollpfeilen gerollt  werden. 
Ein  Pattern kann mit "Spielen" abgespielt werden,  dabei  knnen 
aber  keine Parameter mehr verndert werden!!!  Stattdessen  wird 
ein  MIDI-File mitprotokolliert,  der nach Abspielende  gesichert 
werden kann.

Anhngen
Ein   Pattern  kann  auf  mehrere  Arten  in  die   Programmliste 
bertragen werden.  Zuerst whlen Sie ein Pattern durch Klick  in 
die  Liste aus.  Ein Klick auf "Anhngen" fgt dieses Pattern  an 
das Ende der Programmliste an.
Dasselbe  erreichen  Sie  auch  mit  einem  Doppelklick  auf  den 
Patternnamen.

Ersetzen, Einfgen
Haben  Sie einen Eintrag der Programmliste ausgewhlt,  wird  das 
gewnschte  Pattern  entweder  ersetzt oder  vor  dem  markierten 
Programmeintrag eingefgt.

Die Zahlen hinter den Programmeintrgen zeigen die Spielzeit  bis 
zum Ende dieses Patterns in Stunden:Minuten:Sekunden an.

Volume
Mit dem Master-Lautstrkeregler kann die  Abspiellautstrke,  die 
dieses Pattern im Musikstck haben soll,  eingestellt werden! Das 
Pattern  wird immer mit der eingestellten Alutstrke  bertragen. 
ndern Sie zwischen zwei "Anhngen".  "Ersetzen" oder "Einfgen"-
Operationen die Lautstrke,  wird dieses jeweils mit unterschied-
licher Lautstrke ins Programm bernommen.  Damit knnen Sie auch 
lautstrkemig einen Spannungsbogen in das Musikstck bringen.
Bei  einem Klick auf einen Programmeintrag in  der  Programmliste 
rastet  der Lautstrkeregler automatisch auf  den  festgehaltenen 
Wert  ein.  Sind Sie mit einem Lautstrkewert eines  Programmein-
trags  unzufrieden,  whlen Sie einfach diesen Programmpunkt  per 
Einfachklick aus,  schieben den Regler auf die neue Position, und 
ndern Sie den Programmeintrag durch Klick auf "ndern" - fertig.

Programmeintrag entfernen
Durch einen Doppelklick auf einen Programmeintrag rufen Sie  eine 
Alertbox  auf  die Sie fragt,  ob das gewhlte  Pattern  entfernt 
werden soll.
Die  gesamte Liste kann durch Klick auf  "Programmliste  lschen" 
entfernt werden.

Pause
In das Musikstck knnen Pausen eingefgt werden. Dazu mssen Sie 
zuerst  in  dem Kstchen unter "Pause" die  gewnschte  Lnge  in 
Sekunden eintragen. Dies erfolgt wie bei der Namenseingabe.
Anschlieend  wird  bei  jedem Klick  auf  "Pause"  eine  selbige 
eingefgt, und zwar
1.  Ans Ende des Stcks, wenn kein Programmeintrag gewhlt worden 
ist
2. Vor einen gewhlten Programmeintrag.

Schleife
Ist   ein  Programmpunkt  gewhlt,   kann  dieser   durch   einen 
einfachen Klick auf "Schleife" fr Endlosmusik als Eintrittspunkt 
einer Schleife gewhlt werden. Nach dem Ende aller Programmpunkte 
springt VISY dann unmittelbar zu diesem festgesetzten Pattern.
Soll die Schleife entfernt werden, reicht ein Doppelklick auf das 
Schleifenpattern  und die Besttigung in der  dann  erscheinenden 
Alertbox.

Spielen, Spielen von
Spielen spielt das gesamte Programm,  Spielen von eben nur ab dem 
selektierten Programmpunkt.

5.2. Midifile
Alle  Spieloperationen in diesem Fenster erzeugen einen  MIdi-Typ 
1-File,  der  gespeichert werden kann.  Im Midifile-Bereich  wird 
ihnen angezeigt,  ob ein File existiert oder mglich ist, und wie 
lange  der Speicher in Events bei 16 Tracks  ist.  Bei  Hchstge-
schwindigkeit fallen 960 Events pro Minute pro verwendetem  Kanal 
an! 

"Speichern" und "Lschen" lscht oder speichert den File.


6. Instrumente
Die Instrumentierung ist bei VISY extrem wichtig.  Ein  hervorra-
gendes  Kompositionsergebnis kann durch falsche  Instrumentenwahl 
gnzlich zunichte gemacht werden. VISY erlaubt daher die Wahl des 
Instruments aus dem Programm heraus und zustzlich die  textliche 
Eingabe eines Instrumentenvorschlags fr jeden Kanal.
Dies  ist  besonders wichtig,  wenn  Sie  VISY-Files  weitergeben 
wollen.
In  diesem Fenster wird fr das gewhlte Pattern  die  Instrumen-
tierung  der MIDI-Kanle eingestellt.  In dieser  Programmversion 
knnen  Sie  die  Instrumente  aus  dem  weitverbreiteten  MT-32-
Standard und der General MIDI-Instrumentierung whlen.  Ist  eine 
dieser beiden Optionen im "Extras"-Men  eingeschaltet,  bekommen 
Sie eine Liste der Instrumente angezeigt, die Sie durch einfaches 
Anklicken  einem  Kanal zuordnen knnen:  Klick  auf  Instrument, 
Doppelklick auf Kanaldisplay - fertig.  Die Voicenummer wird  der 
MIDI-Ausgabe des Patterns als Program Change  vorangestellt.  Die 
Instrumentenliste ist natrlich scrollbar.
Hinter  jedem  Kanal befindet sich ein kleines  Display,  in  dem 
mehrere Angaben stehen knnen:

MULTI: Der Kanal wird fr Melodie- und Begleitstimmen verwendet
Mu Mel: Der Kanal wird fr mehrere Melodiestimmen verwendet
Mel 1..Mel 52:  Der Kanal wird fr eine der 10 mglichen Melodie-
stimmen zwischen Melodie 1 und Melodie 5 2 verwendet
Sept,1,2  der  Kanal  wird fr eine  oder  beide  Septimenstimmen 
verwendet.
Terz, Bass 1,2: Dito fr die brigen Begleitstimmen.
-------   Der   Kanal  wird  nicht  verwendet.   Dann   ist   der 
dahinterliegende Instrumenteneditor ausgegraut.

In  der  Instrumentenzuordnung  steht  entweder  das   gewnschte 
Instruemnt oder,  wenn kein Program change gesendet werden  soll, 
ein "??? Synthie-Setup"

Reset
Damit  knnen alle Programchanges gelscht werden,  oder auf  den 
"Lschmodus"   umgeschaltet   werden.   In  diesem   lscht   ein 
Doppelklick  auf eine Kanal-Instrumentenzuordnung dieses  Program 
change. Abgeschaltet wird dieser Modus durch einen erneuten Klick 
auf "Reset".

"Senden"
Sendet   sofort  alle  eingestellten  Program  changes   an   den 
Synthesizer, auch und besonders im Testmodus.

"ndern"
Ist ein eigener Instrumentensatz gewhlt und "ndern"  anwhlbar, 
kann  der Name des selektierten Instruments gendert  werden.  So 
knnen Sie einen eigenen Setup zusammenstellen, der mit den Stck 
gespeichert wird.

"Reset  Instr." setzt dann die genderten  Instrumentennamen  auf 
den  GM-Standard zurck.  Dabei funktioniert es wie der  "Reset"-
Knopf der Kanalliste:  Entweder erfolgt ein Gesamtreset, oder ein 
individuelles Instrument wird per Doppelklick angewhlt.
 
PC OFF
Mit  diesem  Knopf knnen Sie das Senden  eines  Program  Change-
Befehl unterdrcken.  Das ist ratsam, wenn Sie an Ihrem Synthesi-
zer  komplizierte  Setup-nderungen vorgenommen haben  und  diese 
nicht  durch einen unvorsichtigen Klick auf  "Wiedergabe"  elimi-
nieren wollen...

7. Men
Im  Men werden alle globalen Funktionen eingestellt.  Alles  was 
mit Laden,  Speichern und Diskettenhandling zu tun hat. Die Lade- 
und  Speicherfunktionen beziehen sich immer auf die im  aktuellen 
Fenster mglichen Funktionen:  Im Stck-Fenster z.B. die Pattern-
liste  und eine Komposition,  im Instrumenteneditor  ein  eigener 
Setup.

Im  Extras-Men knnen Hilfstexte und Warnungen ein-  und  ausge-
schaltet,   die  Hilfstexte  auf  Deutsch/Englisch  gesetzt,  ein 
Instrumentensatz gewhlt und Voreinstellungen gesichert werden.
"Note  aus"  Note off/Velocity 0 stellt  zwei  Mglichkeiten  der 
Ausschaltung  einer  Note  zur  Verfgung.   Die  meisten  Gerte 
verstehen  nur  "Notenwert + Velocity 0",  dieser  Parameter  ist 
daher standardmig eingestellt. Einige Gerte reagieren aber nur 
auf  "Note off" vernnftig,  in dem Fall whlen Sie diese  Option 
und sichern Sie die Einstellung mit "Parameter sichern".
"Stumm"  sendet  an alle Kanle ein "all  notes  off",  um  einen 
Hnger stummzuschalten.
Und   "Kein   Prg  change"  unterdrckt   die   bertragung   von 
Instrumentenwechseln,   falls   Sie  ihren  Synthesizer   manuell 
konfiguriert haben.


 

